Heimsieg für Michael Raelert beim 28. Rostocker-Triathlon

28. August 2010

9 Jahre nach seinem letzten Sieg beim Heimtriathlon im Rostocker Badegebiet Warnemünde stand Michael erneut ganz oben auf dem Treppchen des ältesten Triathlons Ostdeutschlands. Wer den Rostocker Triathlon kennt, versucht jedes Jahr einen freien Platz im Terminkalender zu finden um erneut vor dem Warnemünder Wahrzeichen dem Leuchtturm und Teepott zu starten. So auch der Weltmeister:  „Eine begeisternde Atmosphäre, richtig familiäre Angelegenheit. Die vielen Zuschauer haben mich so richtig gepuscht, nach vorn getrieben. Der Triathlon in Warnemünde ist für mich, wenn es terminlich passt, ein Muss. Da bin ich gern dabei.“ Das bestimmt nicht nur aufgrund des Heimvorteils.

Da dieses Jahr zum ersten Mal auch Staffeln am Start standen stieg Micha zwar nicht als erster aus dem Wasser, was hinter Langstreckenschwimmspezialisten wie Britta Kamrau wohl auch keine Schande ist, trotzdem führte er auch schon zu dem Zeitpunkt das 230 Athleten und Athletinnen starke Einzelfeld an. Nach dem Wechsel direkt vor dem Warnemünder Leuchtturm ging es auf die umliegenden Landstraßen die zwar nicht durch ihr Höhenprofil, dafür aber durch den auf ihnen wehenden Wind für ein nicht allzu leichtes Spiel sorgten. Als erster wieder auf der Strandpromenade in Warnemünde angekommen, ging es für Micha auf die 4 Laufrunden direkt am Alten Strom entlang. Selbst auf internationaler Ebene können Michael nicht mehr viele gefährlich werden wenn es ums Laufen geht und so siegte Micha in neuem Streckenrekord von 1h42min43sek vor dem Ostseeman-Sieger Christian Nitschke und Thomas Winkelmann (alle drei Rostock).

Ergebnislisten, Fotos und weitere Informationen:

Michael Raelert ist neuer Ironman 70.3 Europameister

15. August 2010

Einen Monat nach dem Europameistertitel von Andreas auf der Ironmandistanz dürfen sich die Raelert-Brothers nun auch den Europameisterschaftspokal der 70.3 Distanz in die Vitrine stellen.
Beim Ironman 70.3 Germany in Wiesbaden, der dieses Jahr erstmalig als Europameisterschaft ausgetragen wurde, sicherte sich Michael Raelert den Titel vor dem letztjährigem Gewinner Sebastian Kienle und bleibt somit seit seinem WM-Titel über die 70.3-Distanz ungeschlagen.
Regen, Nebel und Kälte – für Micha sind das anscheinend keine Gründe um nicht sogar noch den Streckenrekord zu brechen. Mit einer Zeit von 4h03min48sek unterbot “the flying german” die bisherige Bestzeit von Kienle (4h04min37sek) bei diesen Wetterbedingungen sehr überraschend um 49 Sekunden.
Auf dem 2.Platz folgte ihm der Vorjahressieger Sebastian Kienle (4h05min55sek) und der auf dem Rad lange Zeit führende Björn Andersson wird Dritter (4h09min09sek).

weitere Artikel:
tri-mag.de (deutsch)
Interview nach dem Rennen (deutsch)
slowtwitch.com (english)

Andreas Raelert: “Du musst sie schocken”

13. Juli 2010

Volles Risiko: Andreas Raelert diktiert beim Ironman Germany 2010 das Tempo. © Frank Wechsel/spomedis

Andreas Raelert bezeichnete den Frankfurter Ironman als „Triathlon-Schach“ – eine gute Beschreibung eines von der Taktik des 33-jährigen Rostockers geprägten Rennens. In dem er der Konkurrenz sein Tempo aufzwang, weil er frühzeitig das Heft des Handelns in die Hand nahm.

Andreas Raelert, wie zufrieden sind Sie mit dem Frankfurter Ironman?

Es war großartig. Für mich war es ein perfekter Tag – auf so etwas wartet man als Sportler. Um ehrlich zu sein, die letzte Information auf dem Rad habe ich bei Kilometer 90 bekommen. Da hieß es noch, dass ich fünf Minuten Vorsprung hätte – und ich habe mir gedacht, dass ich, wenn alles gut läuft, am Ende des Radfahrens vielleicht sieben Minuten Vorsprung haben könnte. Dann komme ich ins Wechselzelt und plötzlich heißt es: elf Minuten. Ich war völlig überrascht, das war nicht gespielt, ich wusste es wirklich nicht. Weiterlesen »